Historischer Westernclub Lichtenfels e.V.
Civil War allgemeine Infos zum amerikanischen Bürgerkrieg

 

Einführung in den "American Civil War"

Von alters her gedenken Menschen jener Orte, an denen in vergangenen Tagen Armeen aufeinander trafen um sich zu bekämpfen. Schlachtfelder sind daher weltweit zu geweihtem Boden erklärt worden, vor allem in der Neuen Welt, wo 1861 ein ganzes Volk begann, sich selbst zu bekämpfen und das neu errungene Land mit dem eigenen Blut zu tränken.
Im 17. Jahrhundert zog es Europäer gen Westen um Siedlungsland zu erschließen. Im 18.Jahrhundert kämpften die Siedler für ihre Unabhängigkeit von Britannien. Im 19. Jahrhundert zogen sie gegeneinander in den Krieg. Bereits vor dem Beginn der Spaltung in Nord und Süd war viel Blut geflossen. Die Ureinwohner des Landes hatten sich viele lange Jahre bekämpft. Dann fochten sie gegen die weißen Eindringlinge. Bald kämpften Weiße gegen Weiße. Orte wie Lexington, Bunker Hill, Saratoga und Yorktown bekamen eine mythische Bedeutung, New Orleans und Alamo verlängerten zusammen mit anderen Namen die grausige Liste.
Niemand ahnte jedoch, welche Dinge nach 1860 kommen würden. Als Nord und Süd gegeneinander antraten, bebte der Boden unter der Wucht der gegnerischen Armeen. Von kleinen Scharmützeln bis hin zu Schlachten von 200.000 Kombattanten war der Bürgerkrieg –der Krieg mit den vielen Namen- der größte Konflikt den das riesige Land jemals erlebt hatte. Viele Gefechte waren unbedeutend und wurden bald vergessen, außer bei denen, die sie selbst durchlitten hatten. Andere hinterließen jedoch solch tiefe Erinnerungen, dass sie nie in Vergessenheit geraten werden. Da ist Chancellorsville wo Stonewall Jacksons Taktik noch heute von angehenden Generälen studiert wird. Dwight D. Eisenhower ließ sich nach dem Ende seiner Karriere in Gettysburg nieder, umgeben von den legendären Schlachtfeldern. Es war ein tragischer Krieg in dem Familien und Freunde gegeneinander fochten.
Niemand konnte das Blutvergießen erahnen das folgen sollte. Viele Jahre hatte man miteinander verhandelt und meist eine Basis für ein friedliches Miteinander gefunden – trotz vieler bleibender Meinungsverschiedenheiten. Selbst nach dem Scheitern der Verhandlungen 1860 hofften beide Seiten noch auf eine friedliche Beilegung des Konfliktes. Auch nach der Lossagung von der Union hofften viele Südstaatler noch, den Frieden bewahren zu können. Nach Verabschiedung einer eigenen Verfassung im Februar 1861 verhandelte die Konföderation erneut mit Washington. Es war nur ein Hinauszögern der kommenden Ereignisse. Alt-Präsident James Buchanan zog sich, ohne eine Entscheidung getroffen zu haben, aus der Politik zurück. Sein Nachfolger im Amt, Abraham Lincoln, erklärte dass ihm die Verfassung keine andere Wahl ließ, als die Einheit der Union wieder herzustellen. Er verhandelte dennoch weiter in der Hoffnung auf eine Beruhigung der erhitzten Gemüter. Da war der Zwist jedoch schon sehr weit eskaliert, eine Beilegung nicht mehr möglich.
Nachdem die Südstaaten die Verhandlungen abgebrochen hatten, ergriffen sie die Waffen: Am 12. April 1861 wurde Ft. Sumter/SC zum ersten Kampfplatz des Krieges. Militärisch war die Einnahme  des Forts eher eine Bagatelle im Verhältnis zu den kommenden Schlachten.
Unmittelbar nach der Kapitulation der Festung wurden landauf, landab die Kriegstrommeln geschlagen. Beide Armeen wuchsen rasch durch Abertausende von Freiwilligen an und bald sollten sich Amerikaner im Feld gegenüberstehen und sich einander bekämpfen. Über 2.000 Schlachtfelder sollten entstehen und eine Reihe davon sich für immer in das Gedächtnis des gespaltenen Volkes einprägen. Schon bald sollten sich an diesen Orten Erde und Blut vermischen.