Historischer Westernclub Lichtenfels e.V.
Timeline 1767 bis 1877

 

Chronologie des amerikanischen Bürgerkrieges
und der Weg der Geschichte welcher zum ihm führte

1767  1776  1781  1807  1814  1815  1816  1817  1818  1819 
1820  1821  1822  1823  1824  1825  1826  1827   1829
1830  1831  1832  1833  1834  1835  1836  1837  1839
1840  1841  1842  1843  1844  1845  1846  1847  1848  1849  1850  1851

1852  1853  1854  1855  1856  1857  1858  1859  1860  Wie kam es zum Bürgerkrieg?

1861 1862 1863  1864 1865  Der Sezessionskrieg

1866  1867 1868  1869  1870 Die Zeit nach dem Krieg

1871  1872  1873  1874  1875  1876  1877  Die Zeit der "Reconstruction"
 

1767
Kam es zu Streitigkeiten über den Verlauf der Südgrenze der Kolonie Pennsylvania. Die Geodäten Mason und Dixon legten diese Grenze dann 40 Meilen südlich des 40.Breitengrades fest. Im Laufe der nächsten 70 Jahre wurde diese "Mason-Dixon-Linie" zur Grenze zwischen den Sklavenhalterstaaten und dem freien Norden, denn nach der bürgerlichen Revolution verbot nördlich der Mason-Dixon-Linie ein Bundesstaat nach dem anderen die Sklaverei. Nur Delaware bildete eine Ausnahme. 

1776
In die von Thomas Jefferson und Benjamin Franklin verfaßte Unabhängigkeitserklärung wollte diese die Befreiung der Sklaven in das Dokument einbeziehen, doch die meisten Delegierten aus den südlichen Kolonien lehnten diese Klausel entschieden ab.

1781
war in Massachusetts ein Negersklave Names Quork Walker vor Gericht erschienen und hatte seine Befreiung eingeklagt. Sein Argument lautete, dass die Verfassung von Massachusetts den Satz enthalte: "Alle Männer sind frei und gleich geboren". Der Richter bestätigte diese Tatsache und sprach Quork Walker frei. Dieser Präzedenzfall führte zur Abschaffung der Sklaverei in Massachusetts.

1807
Unter dem Druck der Bewegung gegen die Sklaverei sah sich der US-Kongress 1807 gezwungen, die Einfuhr von Sklaven zu verbieten. Obwohl das Gesetz durch Schmuggel umgangen wurde, beschränkte es die Einführung stark.

1814
Ein sehr wichtiges Ereignis in der Wirtschaftsentwicklung des Nordens und des Südens sowie in den Beziehungen beider Staaten zu England trat 1814 ein, als eine Textilfabrik in Waltham (Massachusetts) zum erstenmal Baumwollstoff mit maschinengetriebenen mechanischen Webstühlen produzierte. Nun wurde die Textilindustrie des Nordens gegenüber der englischen konkurrenzfähig und zur gleichen Zeit zunehmend von der Baumwolle aus den Südstaaten ahängig. Um den Absatz der eigenen Produkte zu sichern, verlangten die Fabrikherren des Nordens nach Schutzzöllen auf englische Importe.

1820
verabschiedete der Kongress den "Missouri-Kompromiss" der die Sklaverei nördlich vom Breitengrad 36o03`und westlich des Missouri "auf immer" verbot. Die Sklavenhalter-Staaten gaben sich mit diesem Kompromiß keinesfalls zufrieden, sodass dieser die Auseinandersetzungen nur weiter anheizte.

1824
Bis 1824 war das Wahlrecht in den meisten Bundesstaaten nur den Grundbesitzern vorbehalten.

1827
Schon 1827 drohten Senatoren der Südstaaten mit der Abtrennung von der Union. Der Grund lag in den von Norden verhängden Schutzzöllen auf Einfuhren aus England. Der importabhängige Süden war auf die Importe aber dringend abgewiesen.
Es ist sicher kein Zufall, dass danach in mehreren Südstaaten Militärhochschulen gegründet wurden, von denen die wichtigste das "Virginia-Militärinstitut war, das im Jahr 1839 errichtet wurde und heute noch besteht.

1831
Der erste Sklavenaufstand wird brutal niedergeschlagen.
Dieser wird vom Negersklaven und Prediger Nat Turner im August angeführt. Die Rebellion kostet 54 Weiße und 100 Sklaven das Leben. Nat Turner wird ergriffen, vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt.

1835

Pedition der Quäker im Senat für die Abschaffung der Sklaverei.

1836

Mexikanische Revolution

1837

Protest des Parlaments von Vermont gegen die Aufnahme des Sklavenhalterstaates Texas in die Union.

1845
Texas bestand von 1836 bis 1845 als selbstproklamierter, aber illegaler Staat, den völkerrechtlich gehörte das Territorium zu Mexiko. Am 1.März 1845 billigte der US-Kongress den Antrag von Texas, als 28.Bundesstaat und 15 Sklavenhalterstaat aufgenommen zu werden. Daraufhin brach Mexiko die diplomatischen Beziehungen zu den USA ab. 

1846 bis 1848 Krieg gegen Mexiko
Reguläre Truppen der US-Armee marschieren ins umstrittene Gebiet am Rio Grande ein und provozieren einen Angriff der mexikanischen Truppen. Darauf hin marschiert die US-Armee in Mexiko ein. Mit ihren Massenheeren waren die Mexikaner dreifach überlegen, doch der Ausbildungstand der Offiziere und die waffentechnische Ausrüstung können mit der der USA nicht mithalten. Der kurze aber blutige Kampf endet am 2.Februar 1848 mit dem Frieden von "Guadalupe Hidalgo". Durch diesen Friedensvertrag verliert Mexiko alle Gebiete nördlich des Rio Grande. 

1847

Erster Versuch John Browns, im Süden Aufstände gegen die Sklaverei zu entfachen.

1851

 Die amerikanische Schriftstellerin Harriet Beecher-Stowe veröffentlicht literarische Skizzen aus dem Leben der nordamerikanische Sklaven

1852
"God wrote it": Harriet Beecher Stowes "Uncle Tom´s Cabin:Live Among the Lowly" (Onkel Toms Hütte) erscheint in Buchform.  Das Buch hat einen einzigartigen Erfolg: allein im ersten Jahr werden 300.000 Exemplare

1853

1854
Der alte Missouri-Kompromiß wird vom Kansas-Nebraska-Gesetz abgelöst. Es kommt zur Bildung einer neuen politischen Kraft der "Republikanischen Partei". Ihren Aufstieg verdankte sie der äußerst gespannten Lage im Lade während der Präsidentschaft von James Buchanan (1853-1861), einem offenen Anhänger der Sklaverei.

1855

John Brown tötetin Kansas vier Sklavenhalter.

1856

Die Demokraten gewinnen mit James Buchanan noch einmal die Präsidentschaftswahlen.

1857

1858

Lincoln wird für die Republikaner in Illinois Senator.

1859

Oktober
Ein weißer Farmer namens John Brown unternimmt mit 21 Helfern einen Angriff auf das Armeearsenal in Harper`s Ferry (Virginia). Dessen 100.000 Waffen sollen einen Sklavenaufstand bewaffnen. Ein Kommando unter Oberst Robert Edward Lee, Thomas J.Jackson und Lt. James Ewell Brown Stuart können die Unruhen beenden und John Brown gefangen nehmen. Nach heutigen Maßstäben müßte man John Brown als Terroristen bezeichnen. Bereits 1856 brachte Brown in Kansas fünf unschuldige Farmer um, welche als Anhänger der Sklaverei galten. Sein Andenken lebt weiter im dem Lied "Glory, glory hallelujah" - "John Browns Leichnam liegt längst modernd im Grab, doch sein Geist marschiert uns voran!". Mit anderem Text wurde dieses Lied später zur "Schlachthymne der Republik", also zum Kampflied der Armeen des Nordens im Bürgerkrieg. 

2.Dezember
Der fanatische Kämpfer für die Sklavenbefreiung John Brown wird zum Tode verurteilt und gehängt. Als Schutz wird die 1st Virginia Infanterie mit 2.000 Mann nach Charlestown (VA) entsandt.

1860

1860 gab es im Süden 1.469.094 weiße Familien, von denen 383.635 eine Gesamtzahl von 3.953.696 Sklaven besaßen, also nur 27%. Fast die Hälfte dieser sklavenhaltenden Familien hatte weniger als fünf Sklaven, was ihnen scherlich ein aristokratisches Herrenleben ermöglich haben dürfte.

6.November
Abraham Lincoln, Präsidentschaftskandidat der Republikaner, wird zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. 

3.Dezember
US-Präsident Buchanan verneint das Recht zur Sezession.

20.Dezember
South-Carolina tritt als erster Staat aus der Union aus und leitet damit die Sezession ein.

Ende Dezember
Südstaatler zwischen South Carolina und Texas besetzen Forts, Zollhäuser und Bundesarsenale. Präsident Buchanan weigert sich, US Truppen aus Charleston abzuziehen.

1861

9.Januar
Erste Kampfhandlung. Konföderierte beschießen Schiff "Star of the West" vor Fort Sumter.

21.Januar bis Mai
Die Staaten Mississippi (9.1.), Florida (10.1.), Alabama (11.1.), Georgia (19.1.), Louisiana (26.1.), Texas (1.2.), Virginia (17.4.), Arkansas (6.5.), North-Carolina (20.5.) und Tennessee (7.1.) treten nacheinander aus der Union aus und schließen sich mit South-Carolina als Konföderierte Staaten von Amerika (CSA) zu einem unabhängigen und selbständigen Staatenbund zusammen. Ihr Präsident ist Jefferson Davis (Vereidigung am 18.2.1861 in Montgomery/Alabama) (ehemaliger US Kriegsminister und Armeeoffizier) , die Hauptstadt zunächst Montgomery (Alabama) bis 20.Mai, dann Richmond (Virginia).
Am 8.2. wird eine provisorische Verfassung der CSA in Montgomery/Alabama verabschiedet, die endgültige Fassung wird einen Monat später verabschiedet.

4.März
Amtsantritt von Abraham Lincoln.
In seiner Rede wandte er sich an den abtrünnigen Teil der Nation: "In euren Händen, meine missvergnügten Landsleute, und nicht in meinen liegt die ungeheure Frage eines Bürgerkrieges. Die Regierung wird euch nicht angreifen. Ihr könnt keinen Kampf haben, ohne selbst Angreifer zu sein. Von euch kennt man im Himmel keinen Eid, mit dem ihr euch verpflichtet hättet , die Regierung zu zerstören, während ich den feierlichsten Eid abgelegt habe, sie zu erhalten, zu beschützen und zu verteidigen." 

29.März
Abraham Lincoln befiehlt die Vorbereitung der Hilfsexpedition für Fort Sumter.

11.April
Der General der konföderierten Truppen Beauregard lässt Major Anderson (Union), den Kommandanten des Unions-Forts Sumter im Hafen von Charleston (South-Carolina), auffordern, das Fort zu übergeben.

12.April
CS General Pierre Gustave Toutant Beauregard (1818- 1893) gibt den Befehl zur Beschießung Fort Sumters und damit das Zeichen zum Beginn des Sezessionskrieges. Um 4.30 Uhr steigt eine Mörserbombe hoch und krepiert krachend über dem Fort. Wenig später waren 43 konföderierte Geschütze gegen die auf einer künstlichen Insel gelegene Festung in Tätigkeit. 

14.April
Fort Sumter wird von den Konföderierten in Besitz genommen.

15.April
Abraham Lincoln erklärt den Ausnahmezustand und ruft 75.000 Freiwillige zu den Waffen. Das Oberkommando über die Unionstruppen hat der  75jährige General Scott.
In der Proklamation von Abraham Lincoln hieß es: " Die Gesetze des Landes würden in den abgefallenen Staaten von Vereinigungen missachtet , die zu mächtig seien, um auf dem Rechtsweg unterdrückt zu werden. Das war praktisch die Kriegserklärung an die Konföderation.

18.April
US Garnison verlässt Bundesarsenal Harpers Ferry.

19.April
Abraham Lincoln verkündet die Blockade der Südküste der USA.

Mai
General Lee übernimmt das Kommando über die Truppen der Konföderierten in Virginia, dem Hauptkriegsschauplatz. Am 6.5. erkennt Großbritannien die CSA an.

Juni bis Juli
Politische und militärische Manöver, die die Kontrolle der Union über West-Virginia sichern sollen.

2.Juni
General Beauregard übernimmt das Kommando über die südstaatlichen Truppen bei Manassas, 40 Kilometer vor Washington. Die Zeitungen des Nordens fordern: "Vorwärts auf Richmond!"

20.Juni
West-Virginia ist geboren. Der Westen des Staates Virginia will sich nicht von der Union abtrennen. Dieser Teil verbleibt in der Union als Staat "West-Virginia".

21.Juli
Erste Schlacht des Krieges von Manassas/Bull Run (Bull Run I). 
Die Unionstruppen unter General Irwin McDowell werden von den Konföderierten unter den Generalen Beauregard, Johnston und Jackson geschlagen. CS General Jackson erhält wegen seiner Standfestigkeit den Beinamen "Stonewall-Jackson".

25.Juli
US General McClellan erhält zunächst den Oberbefehl über die Unionstruppen am Potomac, um bald darauf General Scott als Chef der gesamten Nordstaatenarmee abzulösen.

10.August
Beide Seiten lecken sich ihre Wunden von Manassas/Bull Run und füllen ihre Reihen wieder auf. Weitere Scharmützel am 10.August bei Wilson Creek (Oak Hill/Missouri) CSA unter McCulloch und Price besiegen US-Truppen unter Lyon. Weiteres Scharmützel bei Ball´s Bluff.

20.August
Konföderierte nehmen US Garnison von Lexington in Missouri gefangen. 

29.August
Erfolg der Union am Hatteras Inlet an der Küste North Carolinas.

21.Oktober
Konföderierter Sieg bei Ball`s Buff/Virginia.

1.November
US General George B. McClellan übernimmt das Kommando über die Unionstruppen am Potomac. 

7.November
Niederlage Grants bei Belmont/Missouri. Einnahme von Port Royal an der Küste von South Carolina durch die Unionisten.

20.Dezember
Schaffung des Vereinigten Komitees zur Führung des Krieges.

1862
Januar
Die Unionsflotte, dem Gegner weit Überlegen, blockiert die Küsten der Südstaaten. Am Mississippi dringen die Unionstruppen unter US General Ulysses S. Grant siegreich in Tennessee ein. 

15.Januar
Stanton wird Kriegsminister.

19.Januar
US Sieg bei Mill Springs/Kentucky.

6.Februar
Admiral Farragut (Union) erhält den Auftrag, den Mississippi hinaufzufahren, die Befestigungen von New Orleans zu bezwingen und die Stadt einzunehmen. General Grant erobert das Fort Henry am Tennessee.

8.Februar
Erfolg der Union bei Roanoke Island (North Carolina).

16.Februar
Übergabe von River und Fort Donelson am Cumberland-River durch die Konföderierten an Grant.
15.000 Konföderierte müssen in Gefangenschaft.

25.Februar
Räumung Nashvilles/Tenessee durch die Konföderierten.

März
General McClellan setzt mit Hilfe der Flotte einen großen Teil seiner Truppe nach der sogenannten Virginischen Halbinsel über, um Richmond vom Osten her anzugreifen.

7.-8.März
Sieg der Union am Pea Ridge (Elkhorn Tavern)Arkansas. USA unter Curtis besiegen CSA unter Van Dorn.
CSS Merimac zerstört in Hampton Roads US-Kriegsschiffe.

9.März
Gefecht zwischen der Panzerfregatte Merrimac(CS) und dem neuartigen Panzerschiff Monitor (US).

14.März
Konföderierte verlassen New Madrid/Missouri.

17.März bis 2.April
Bewegung von McClellans Armee zur Virginia Halbinsel.

23.März
Erste Schlacht im Shenandoahtal, Niederlage Stonewall Jackson.

4.-5.April
McClellan belagert Yorktown.

6./7.April
Schlacht bei Shiloh (Pittsburg Landing/Tennessee). US General Grant und Buell schlagen die konföderierten Generale Pierre G.T. Beauregard und Johnston. Mit A.S. Johnston fällt der höchste Offizier im Krieg.

11.April
Fort Pulaski, Savannah/Georgia von US-Truppen eingenommen.

16.April
Präsident Davis (CS) unterzeichnet das erste CS-Wehrpflichtgesetz. Wehrpflicht 18 bis 35 Jahre mit Ausnahmen.

18.April
US Admiral David Glasgow Farragut bricht mit seiner Flotte zwischen den Forts am unteren Mississippi durch.

26.April
US Admiral Farragut besetzt New Orleans/Louisiana und dringt auf dem Mississippi nach Norden vor.

4.Mai
Belagerung von Yorktown/Virginia. CS Truppen ziehen sich zurück.

5.Mai
Konföderierter Sieg bei Williamsburg/Virginia.

8.-9.Mai
Jacksons Feldzug ins Shenandoah-Tal. Sieg Stonewalls bei McDowell/Virginia.

9.Mai
US Truppen rücken gegen Richmond vor, CS Truppen verlassen deshalb Norfolk.

Mai
US General Banks nimmt Winchester (Virginia). Admiral Farragut besetzt am 12.Mai Baton Rouge/Louisiana

23.Mai
US Truppen werden bei Front Royal/Virginia, von Jackson zurückgedrängt.

25.Mai
"Stonewall" Jackson verdrängt Unions-Truppen aus Winchester/Virginia.

30.Mai
US General Halleck besetzt Corinth (Mississippi).

31.Mai/ 1.Juni
Schlacht am Chickahominy (Seven Pines/Virginia) bei Richmond.
Trotz anfänglicher Erfolge der Konföderierten bedroht General McClellan weiterhin Richmond.CS General J.E. Johnston wird verwundet und durch Robert E. Lee ersetzt. Lee erhält somit den Befehl über die Nordvirginia-Armee.

4.Juni
CS Truppen räumen Fort Pillow/Tennessee.

6.Juni
Räumung von Memphis durch die Konföderierten.

26.Juni
Schaffung der Virginia-Armee unter US General John Pope.

25.Juni / 1.Juli
Schlacht der "Sieben Tage“. 
General Lee schlägt vereint mit Jacksons Armee den Angriff General McClellans auf Richmond/Virginia ab. McClellan ist nach verlustreichem Kampf gezwungen, den Rückzug anzutreten.

Juni-Juli
Misserfolg der Marineoperation der Union gegen Vicksburg.

11.Juli
Ernennung Hallecks zum Oberbefehlshaber der Unionsarmeen.

17.Juli
Zweiter Confiscations Act.

22.Juli
Abraham Lincoln verliest vor dem Kabinett den Entwurf der Befreiungsproklamation.

3.August
Entscheidung McClellan die Virginia-Halbinsel räumen zu lassen.

27.-28.August
Beginn der Invasion der Konföderierten in Kentucky.

29./30.August
Zweite Schlacht bei Manassas/Bull Run (Bull Run II). Die Unionsarmee, neugebildet unter General Pope, wird von der "Army of Northern Virginia" unter Lee geschlagen.

2.September
McClellan erhält das Kommando über die Vorbereitungen zum Schutz Washingtons.

4.-6.September
Die Konföderierten unter General Lee dringen in Maryland ein.

15./17.September
Schlacht von Antietam (Sharpsburg /Maryland).Der blutigste Tag der Geschichte der USA. Die Schlacht endet im Patt, jedoch muß General Lee die Invasion in Maryland abbrechen. US General McClellan zwingt die Konföderierten zum Rückzug nach Virginia.

19.September
Defensivsieg der Union bei Iuka/Mississippi.

22.September
Präsident Lincoln erlässt einen Aufruf, dass alle Sklaven die in den "aufständischen" Staaten leben vom 1.Januar 1863 an frei sind (Preliminary Emancipation Proclamation).

24.September
Lincoln verhängt das Kriegsrecht gegen die "Rebellen" und ihre Sympathisanten in den Nordstaaten.

4.Oktober
Schlacht von Corinth/Mississippi. Die CS Generäle Earl van Dorn und Sterling Price greifen die starken Befestigungen von Corinth an und werden von US General Rosecrans abgeschlagen. Durch den Sieg der Union werden die CS Truppen aus Nord-Mississippi vertrieben.

8.Oktober
Schlacht bei Perryville/Kentucky, danach Rückzug der CS-Armee unter Bragg.

7.November
General McClellan wird des Oberbefehls über die Unionstruppen am Potomac enthoben. Burnside wird neuer Befehlshaber der Potomac-Armee.

November-Dezember
Misserfolg bei General Grants Vorstoß auf dem Landweg auf Vicksburg.

13. bis 15.Dezember
Schlacht bei Fredericksburg/Virginia. Der neue Oberbefehlshaber der "Potomac-Army", General Ambrose E.Burnside, erleidet gegen die "Army of Northern Virginia" unter General Lee eine schwere Niederlage.

16.-20.Dezember
Kabinettskrise. Lincoln belässt Seward und Chase auf ihren Posten.

27.-29.Dezember
Niederlage Shermans bei Chickasaw Bluffs in der Nähe von Vicksburg.

1863

30.Dezember 1862 bis 3.Januar 1863
Schlacht von Murfreesboro/Stones River (Kentucky). Sieg von US General Rosecrans über CS General Braxton Bragg. CS General Bragg drang zuvor tief nach Kentucky ein, lieferte mehrere erfolgreiche Gefechte, konnte aber seinen Erfolg nicht ausnutzen. Nach der Niederlage am Stones River wurde Bragg nach Tennessee zurückgedrängt und blieb die nächste Zeit in der Defensive. Das Scheitern des Kentucky-Feldzuges der Konföderierten ist eher der Inkompetenz von Bragg als den Fähigkeiten von Rosecrans zu verdanken.

1.Januar
Die Zweite Sklaven-Befreiungsproklamation tritt in Kraft.

25.Januar
Entlassung US General´s Ambrose E. Burnside als Befehlshaber der "Potomac-Army". Neuer Befehlshaber wird General Joseph Hooker.

General Johnston erhält den Oberbefehl über die Truppen der Konföderation in Mississippi. Sein Hauptquartier ist Jackson. 

Februar-April
Grants erfolglose Versuche, nach Vicksburg hineinzugelangen.

3.März
Lincoln unterzeichnet das 1. US-Wehrpflichtsgesetz.

16.-17.April
Porters Kanonenboote passieren die Batterien von Vicksburg.

2. bis 4.Mai
Schlacht bei Chancellorsville/Virginia. Der Nachfolger von US General Burnside in der Potomac - Armee, US General Hooker, wird von den Konföderierten unter CS General Lee mit einer halb so großen Armee bezwungen. CS General "Stonewall"  Jackson, der einen erfolgreichen Flankenangriff gemacht hatte wird versehentlich durch seine eigenen Soldaten schwer verwundet, er stirbt am 10.Mai.

1. bis 18.Mai
US General Grant hat den Mississippi unterhalb von Vicksburg überschritten. Er lässt durch Sherman die leicht verschanzte Stadt Jackson angreifen, das Hauptquartier J.E. Johnstons.
Bei Champions Hill wird CS General Pemberton, der mit einem Teil seiner Truppen Grant entgegengerückt ist am 17.Mai  geschlagen und in die Festung Vicksburg zurückgedrängt. Wenige tage später schließt Grant diese ein und belagert Vicksburg.

3.Juni
CS General Lee beginnt den Vormarsch nach Norden.

9.Juni
Reiterschlacht bei Brandy Station/Fleetwood Hills. Die US-Kavalerie provoziert ein Reitergefecht mit dem Kavallerie Korps Stuarts, was sich jedoch zur größten Reiterschlacht auf amerikanischen Boden entwickelt. Der Norden ist durch den Überraschungsmoment zunächst im Vorteil, kann sich in letzter Sekunde durch das Eintreffen weiterer Infanterieverbände vor einer weiteren schweren Niederlage retten. Die Konföderierten unter General Lee dringen bis nach Pennsylvania. Washington ist bedroht.

26.-27.Juni
Rosecrans drängt die Konföderierten unter Bragg auf Chattanooga zurück.

28.Juni
US General George M. Meade übernimmt von General Hooker das Kommando der "Potomac-Army"

1. bis 3.Juli
Schlacht bei Gettysburg/Pennsylvania. Die "Army of Northern Virginia" unter dem Befehl von CS General Robert E. Lee werden nach schwerem Kampf von US General Meade geschlagen und zum Rückzug über den Potomac gezwungen. Wendepunkt des Krieges.

4.Juli
US General Grant nimmt Vicksburg/Mississippi (das Gibraltar des Mississippi). Damit ist der Strom in den Händen der Unionstruppen; die Staaten Arkansas, Louisiana, und Texas (westlich des Mississippi) sind abgeschnitten. Kapitulation der CS-Truppen unter Pemberton.

9.Juli
Der Süden verliert Port Hudson, am Mississippi an die Union.

13.-14.Juli
Rückzug Lees über den Potomac nach Virginia.

13. bis 16.Juli
Schwere Unruhen in New York gegen die Wehrpflicht.

20.Juli
Rosecrans beginnt seine Truppen in der südlichen Umgebung von Chattanooga zu bewegen.

17.Oktober
Grant wird Oberkommandierender der Unionstruppen im Westen.

19. bis 20.November
Schlacht bei Chickamauga. CS General Bragg besiegt am "Bach des Todes" die Unionsarmee unter US General Rosecrans.

24. bis 25.November
Schlacht bei Chattanooga/Tennessee. 
Die Unionstruppen unter US General Grant besiegen die CS-Armee Braggs.

8.Dezember
Rekonstruktionsproklamation Lincolns. Lincoln verspricht allen "Rebellen" die der USA den Treueeid schwören Amnestie.

1864

17.Februar
CS-Tauchboot "Hunley" versenkt US-Schiff "Housatonic" vor Charleston/South Carolina.

8.März
Niederlage der Unionstruppen bei Mansfield (Sabine Cross Roads)/Lousiana, danach Aufgabe der Expedition zum Red River.

9.März
US General Grant wird als Nachfolger von General Henry W. Halleck Oberbefehlshaber der gesamten Truppen der Union. Er selbst übernimmt das Kommando über die Potomac-Armee, und US General William Tecumseh Sherman erhält den Oberbefehl auf dem süd-westlichen Kriegsschauplatz. 

12.März
Forrest nimmt Fort Pillow/Tennessee ein.

4.Mai
Beginn einer großen Offensive der Union in Virginia und Georgia

5. bis 6.Mai
Schlacht in der Wilderness/Virginia. US General Grant kann trotz starker Überlegenheit gegen den zähen und geschickten Widerstand Lees nichts ausrichten. Er entschließt sich, den Gegner zu umgehen. Die Verluste der Union waren riesig: 17.666 Mann, davon 2.246 Tote. CS General Lee verliert 7.500 Mann.

7. bis 20.Mai
Schwere Grabenschlacht bei Spotsylvania Courthouse/Virginia. Wieder hält Lee gegen die Unionstruppen stand und zwingt Grant zu einer erneuten Umgehung.

11.Mai
Kavallerieschlacht von Yellow Tavern. In der Schlacht wird CS General J.E.B. Stuart, schon zu Lebzeiten eine Legende, tödlich verwundet.

25.-29.Mai
Schlacht zwischen Sherman und Joseph E.Johnston rund um die New-Hope-Kirche/Georgia.

Juni
Ein Korps der Konföderierten unter CS General Jubal Early durchzieht das Shenandoahtal und bedroht Washington.

1.-3.Juni
Der Angriff General Grants auf die Schanzen bei Cold Harbor/Virginia wird von der "Army of Northern Virginia" abgewehrt. Die Unionsseite erleidet abermals hohe Verluste.Mit über 90.000 Toten die blutigste Schlacht des Krieges.

14.-16.Juni
Grant verlegt seine Kräfte südlich des James River.

15.-18.Juni
Misserfolg der Angriffe auf Petersburg.
Nach einer weiteren Umgehung beginnt General Grant die neun Monate dauernde Belagerung von Petersburg.

27.Juni
Niederlage Shermans am Kennesaw Mountain.

11.Juli
CSA-Streitmacht unter Jubal A.Early erreicht die Umgebung Washingtons.

17.Juli
Ersetzung Johnstons als Befehlshaber der CSA Truppen in Atlanta durch Hood.

20. bis 28.Juli
Schlacht bei Atlanta/Georgia. US General Sherman besiegt die Truppen der Südstaatler unter General Hood.

30.Juli
General Grant versucht mit der "Army of the Potomac" die Einnahme Petersburgs, der wichtigsten Festung Virginias, durch Unterminierung und Sprengung der feindlichen Stellungen zu erzwingen (Kraterschlacht). Die Sprengung gelingt, der anschließende Sturmangriff wird von den Konföderierten blutig abgeschlagen.

5. August
Seeschlacht in der Mobile Bay. Unter US Admiral Farragut besiegt die Union die Flotte der Konföderierten.

2.September
US General Sherman besetzt die Stadt Atlanta (Georgia). Der US General Sheridan, der beste Reitergeneral Grants, vertreibt das Konföderiertenkorps das Washington bedroht.

September/Oktober
General Sheridan siegt am Openquon Creek und am Fisher´s Hill und verwüstet mit seinen Truppen das Shenandoahtal.

23.September
Unionssieg über Sterling Price bei Westport/Missouri beendet die bedeutenden Kampfhandlungen westlich von Mississippi.

Oktober
General Beauregard erhält den Oberbefehl über die Truppen in den Golfstaaten.

19.Oktober
Schlacht bei Shenandoah-Valley. USA unter Sheridan besiegen endgültig CS-Truppen unter Early

23.Oktober
Schlacht bei Westpoint/Missouri

8.November
Lincolns Wiederwahl zum Präsidenten der Union.

16.November
US General Sherman verlässt das brennende Atlanta/Georgia und beginnt seinen Marsch durch Georgia bis an die atlantische Küste. Die Unionstruppen zerstören auf ihrem Weg durch das feindliche Hinterland Brücken und Eisenbahnanlagen und vor allem die Ernte, um die Widerstandskraft der Konföderierten zu brechen.

29.November
Schlacht von Springs Hill/Tennessee

30.November
Niederlage der Konföderierten unter Hood bei Franklin/Tennessee.

13.Dezember
General Sherman nimmt nach kurzem Kampf das Fort McAllister am Atlantik.

15./16. Dezember
Schlacht bei Nashville/Tennessee. CS General Hood muß gegen US General Thomas eine schwere Niederlage einstecken und zieht sich mit den Resten seiner Armee zurück. Damit ist der Krieg im Westen im wesentlichen beendet.

21.Dezember
US General Sherman nimmt die südstaatliche Hafenstadt Savannah. 

1865

15.Januar
Land- und Seestreitkräfte der Unionsverbände unter Porter nehmen Fort Fisher bei Wilmington/North Carolina. Der letzte grosse CS-Hafen ist geschlossen.

31.Januar
Der US Kongress verabschiedet den 13.Zusatzartikel zur Verfassung, der die Sklaverei aufhebt.

Januar
Grant hält Richmond und Petersburg von drei Seiten umklammert; Lees Armee leidet schwersten Mangel. 
Vom Süden her rückt Sherman durch die Carolina-Staaten heran. 

1.Februar
Beginn von Shermans Marsch durch North Carolina und South Carolina.

3.Februar
Friedenskonferenz im Hampton Roads/Virginia scheitert.

6.Februar
General Robert E. Lee übernimmt das Kommando über alle CS-Armeen.

17.Februar
Einmarsch der Unionstruppen in Columbia, Hauptstadt von South-Carolina. Die Stadt geht in Flammen auf. Die Konföderierten räumen Charleston/South Carolina welche am 18.2. durch US Truppen unter Sherman besetzt wird.

4.März
Der wiedergewählte Präsident Abraham Lincoln hält seine Amtseinführungsrede.
Was inzwischen geschehen war sah er ruhig, fatalistisch, ohne eigentliche Schuldzuweisung: " Keine der beiden Seiten wollte den Krieg, aber die eine von ihnen war eher bereit, Krieg zu führen, als die Nation überleben zu lassen, die andere, Krieg hinzunehmen, als sie untergehen zu lassen. Und der Krieg kam".

21.-23.März
Sherman beendet seinen Marsch und schließt sich Schofields Streitkräften in North Carolina an.

30.-31.März
Beginn von Grants abschließendem Angriff in Virginia.

1.April
Schlacht bei Five-Forks, die letzte wichtige Schlacht des Krieges. General Sheridan schlägt mit seinen überlegenen Truppen die Konföderierten. Durch die Niederlage wird das Halten von Petersburg sinnlos.

3.April
Die Festung Petersburg/Virginia (2.April) und Richmond (3.April), die Hauptstadt der Konföderierten, werden von den Unionstruppen erobert. Der fast neunmonatige Stellungskrieg ist somit beendet. General Lee zieht sich nach Westen zurück, Grant verfolgt ihn energisch

9.April
Die Hauptarmee der Konföderierten die "Army of Northern Virgina" unter General Robert E. Lee, auf 28.000 Mann zusammengeschmolzen, streckt die Waffen bei Appomattox Court House in Virginia vor US General Grant. Der Sieg der Potomac-Armee wurde in Washington mit größtem Jubel aufgenommen. Lincoln kehrte am selben Tag von City Point nach Washington zurück. Ihm war jedoch nicht nach Feiern zumute, denn der Krieg war noch nicht völlig beendet.

14.April
Attentat im Washingtoner Ford-Theater auf Präsident Lincoln durch den Schauspieler John Wilkes Booth, einem fanatischen Südstaatenanhänger. Lincoln war durch einen Hinterkopfschuß tödlich verwundet worden. 

15.April
Präsident Lincoln erliegt um 7.22 Uhr seiner schweren Verletzung ohne wieder das Bewußtsein erlangt zu haben. Der Schock im Norden war riesig. Sofort lief die Fahndung nach den Tätern an. Booth und ein Mitverschwörer fanden Zuflucht in einer Scheune am Rappahannock River. Das Versteck wurde jedoch am 26.April von Unionssoldaten entdeckt, umstellt und in Brand gesteckt. Booth beging Selbstmord, sein Komplize ergab sich den Truppen und wurde später zusammen mit den anderen Verschwörern hingerichtet.
Vizepräsident Andrew Johnson nimmt Lincolns Platz ein und wird als Präsident der USA um 11.00 Uhr vereidigt.
.
26.April
CS General Joseph E. Johnston ergibt sich mit seiner Armee US General Sherman bei Durham in North-Carolina.

30.April
CS General Taylor über gibt sämtliche Truppen in Alabama, Mississippi und Ostlouisiana an US General Canby.

4.Mai
Lincoln wird in Springfield/Ilinois beigesetzt.

10.Mai
CS Präsident Jefferson Davis weigerte sich immer noch das Ende der Konföderation zu akzeptieren.
Frühmorgens wurde er, noch im Nachthemd, von Unionstruppen gefangen genommen.
 

13.Mai
Oberst John S. Ford, ohne Nachricht von Lees Kapitulation, schlägt auf Palmita Ranch bei Brownsville/Texas im letzten Landgefecht des Kriegs eine blaue Streitmacht unter Oberst Theodore H. Barett.

18.Mai
Präsident Jefferson Davis wird nahe Irwinville/Georgia festgenommen. Präsident Johnson erklärt den bewaffneten Widerstand des Südens für beendet.

19.Mai
Die CSS Stonewall gibt im kubanischen Havanna auf.

23.Mai
Washington empfängt die Potomac-Armee auf der Pennsylvania Avenue. Schwarze Einheiten bleiben von den Festlichkeiten ausgeschlossen.

24.Mai
Shermans Armee marschiert zur Siegesparade in Washington D.C. ein.

27.Mai
Johnson ordnet die Freilassung des Großteils der Kriegsgefangenen an.

So endete der Bürgerkrieg in den USA. Der Süden war verwüstet, der Rest seiner Gesellschaft befand sich in einem Chaos, Epidemien und Hunger rafften noch viele Überlebende hinweg. Das Schicksal der befreiten Sklaven war ungewiß, und in den Herzen der Weißen keimte die Saat des Hasses auf die Nordstaatler, die "Yankees". Es gab aber auch viele Radikale in Washington, welche nach harten Strafen für die Südstaaten riefen.

29.Mai 
Präsident Andrew Johnson verkündet eine Generalamnestie für alle Offiziere der ehemaligen CSA unter dem Hauptmannsrang und räumte allen höheren konföderierten Offizieren das Recht ein, die Begnadigung zu beantragen.Die löste unter den Kriegsveteranen der Union heftigste Proteste aus.

2.Juni
Im Westen kapituliertde CS General Kirby Smith; nach der Übergabe seiner Truppen flüchtete er selber nach Mexiko. General Jo Shelby´s "Eiserne Brigade" weigerte sich zu kapitulieren und wanderte als kompletter Truppenteil mit 1.000 Rebellen nach Mexiko aus. Viele andere Offiziere der Südstaatenarmee gingen ebenfalls nach Mexiko. Die meisten kehrten entweder gleich nach der Generalamnestie oder erst nach dem Sturz Kaiser Maximilians in die USA zurück.

22.Juni
Kommodore James I. Waddell, ohne Nachrichten vom Festland , greift mit dem 1.160 Tonnen großen Kaperfahrer CSS Shenandoah die Walfangflotte der USA in der Beringsee an.

28.Juni
Die CSS Shenandoah bringt in der Beringsee 11 nordamerikanische Schiffe auf und feuert somit die letzten Schüsse im Krieg ab.

4.November
Die letzte Dienstfahne der Konföderierten Staaten von Amerika wird für immer eingerollt, denn die CSS Shanandoah zieht im Hafen von Liverpool/England die Fahne ein. Monate nachdem General Lee bei Appomatox die Kapitulationsurkunde seiner Armee unterzeichnet hat.

18.Dezember
Der 13.Verfassungszusatz tritt in Kraft. 4 Millionen Farbige gelten als frei.

1866
Die Welt der weißen Herrenhäuser und der alten Formen Europas, der neureichen Bürger-Aristkratie ist nicht mehr. Die bittere Periode des Wiederaufbaus, der sozialen und wirtschaftlichen Umbildung beginnt.
Als im April 1866 der Kongreß den Afroamerikanern die Staatsbürgerschaft zusprach und damit farbigen erwachsenen Männern (außer den indianischen Ureinwohnern!!!) das Wahlrecht gab, gründeten reaktionäre Weiße in Pulaski/Tennessee den Ku-Klux-Klan.(Mitgründer Nathan Bedford Forrest)

1867
Der Norden ruft nach Rache und fordert seine Kriegsbeute ein. Alle möglichen Profiteure schlagen Kapital aus dem am Boden liegenden Rebellenstaaten, Sondersteuern, Raparationszahlungen und Umerziehung bestärken Vorurteile. Mit dem Gesetz, das politisch Belastete von öffentlichen Ämtern fernhält, wird den Dixieländern die Führerschicht genommen. Als sich Widerstand dagegen regt, teilt Washington am 2.3. den Süden in 5 Militärdistrikte unter Sheridan, Schofield, Sickles, Ord und Thomas (Reconstruction Act). Gründung des Ku Klux Klan.

1868
Der ehemalige US General Ulysses S. Grant wird zum Präsidenten der USA gewählt.Unter Grant der sich im Volk großer Beliebtheit erfreute, stabilisierte sich die Entwicklung des Wiederaufbaus im Süden. Am 25.12. verkündet ein generelles Pardon für alle ehemaligen Konföderierten.
Deutschamerikanische Veteranen protestieren gegen den Verkauf überschüssiger Waffen an Frankreich, das sich zum Krieg gegen das von Preußen beherrschte Deutschland rüstet.

1869

1870
Die Südstaaten haben die Auflagen der Rekonstruktion erfüllt und werden wieder in die Union aufgenommen.
Am 31.5. verabschiedet der Kongreß ein Gesetz gegen den KU-KLUX-KLAN, dem bald zwei weitere folgen. Sie ermöglichen es, mit Kriegsrecht gegen denn Klan vorzugehen.
Im Juli wird Georgia als letzter Südstaat wieder zur Union zugelassen. 

1871

1872

1873
Während des Bürgerkrieges war die Versorgung der Massenarmeen eine riesige Herausforderung an die Wirtschaft des Nordens, die eine starke Expansion der Industriealisierung und eine entsprechende Hochkonjunktur auslöste. Natürlich wollte niemand seine Produktion drosseln, im Gegenteil, die ersten Jahre nach dem Krieg erlebten eine zügellose Expansion, die früher oder später zur Überproduktionskrise führen mußte.
Diese brach im September 1873 mit einer Panik an der Wallstreet-Börse aus und endete erst 1877.

1874

1875

1876

1877
Die Periode der "Reconstruction" geht zu Ende, als Grants Nachfolger Hayes die Militärdepartments im Süden auflöst und den Bundesstaatsparlamenten die Regierungsgewalt zurückgibt.